9 ultimative Prüfungstips für Studenten
Erfahrt die ultimativen Tips, wie Ihr in Klausuren cool bleibt.
Ich habe am Dienstag als Klausuraufsicht eine Prüfung überwacht und dabei ist mir wieder aufgefallen, dass viele Studenten einfach riesige Probleme mit der Situation “Prüfung” haben.
Als Student war ich grundsätzlich auch immer nervös vor einer Prüfung, aber es gibt einige kleine Tricks, wie man relativ cool Prüfungen meistern kann:*
- Wenn Ihr auf eine Prüfung nicht vorbereitet seid, geht nicht hin. Ihr tut weder Euch, noch dem Professor einen Gefallen. Der muss den Quatsch lesen und bewerten. Das kostet Zeit, die er auch mit seinen Kindern oder seiner Frau hätte verbringen können. Geht zum Arzt und lasst Euch wegen Kopfschmerzen und Durchfall krank schreiben und versucht es lieber im nächsten Semester.
- Bei der Vorbereitung solltet Ihr versuchen alte Klausuren von dem Professor zu bekommen. Die gibt es oft im Studentensekretariat oder auf dem Homepage des Professors. Fragt ggf. höhere Semester. Einige Professoren haben auch Verständnisfragen in ihren Skripten oder Folien. Nutzt diese, um ein Gefühl für die möglichen Fragen zu entwickeln. Man muss zu einer Prüfung nicht alles wissen. Alte Klausuren helfen Euch das Wichtige von dem Unwichtigen zu unterscheiden.
- Mir hat immer geholfen, wenn ich den Stoff nochmal zusammenfasse und dabei aufschreibe. Ich habe die Folien und Skripte durchgearbeitet und alles auf 3 bis 5 Din-A4-Zetteln zweispaltig zusammengefasst. Allein das nochmalige Schreiben hilft dabei den Stoff zu merken.
- Aus diesen Zetteln habe ich dann nochmal Karteikarten zusammengestellt. Wo alles nochmal mehr komprimiert drauf stand. Durch lesen der Skripte, dem Zusammenfassen und den Stichpunkten auf den Karteikarten merkt man sich den Stoff gut. Versucht zu jeder der Karteikarten 2 oder 3 Minuten frei zu reden – auch laut (also nicht nur in Gedanken). Wenn Ihr zu alleim was sagen könnt, dann könnt Ihr das in der Prüfung auch.
- Bei Dingen die Ihr auswendig lernen müsst, baut auch Eselsbrücken oder Akronyme zusammen. Dann wisst Ihr zumindest die Anfangsbuchstaben der Wörter. Der Rest kommt dann auch.
- Wenn Ihr in der Prüfung sitzt, dann lest zuerst alle Aufgaben in Ruhe durch und sortiert die, die Ihr spielend könnt im Kopf raus.
- Fang zuerst mit den Aufgaben die Euch leicht erscheinen – nicht mit denen die viele Punkte bringen. Die leichten könnt Ihr bestimmt schnell beantworten und habt danach noch Zeit für die Problemaufgaben mit vielen Punkten.
- Eine der wichtigsten Regeln überhaupt: Wenn es bei einer Aufgabe 10 Punkte gibt, dann solltet Ihr mind. 10 (besser mehr) Sätze schreiben. Der Professor kann nur bewerten was dort steht. Es ist sehr sehr unwahrscheinlich, dass Ihr für einen Satz mit 10 Worten 10 Punkte bekommt. Glaubt mir ich habe das durch. Am Anfang des Studiums habe ich auch wenig und kurz geschrieben. Später als meine Antworten länger wurden, waren die Noten oft um mind. eine Note besser.
- Falls Ihr eine Frage nicht versteht und niemand zum Fragen da ist, dann schreibt auf wie Ihr die Frage verstanden habt und erläutert Euren Lösungsweg. Die Chancen dafür immerhin irgendwelche Punkte zu bekommen ist ziemlich gut.
Wenn Euch noch Tricks einfallen, dann lasst es mich wissen. Vielleicht kann ich meine Liste um weitere Punkte erweitern.
* Nur so und ohne anzugeben: Ich bin im Grundstudium aus fast jeder Prüfung bereits nach der Hälfte der Zeit herausgegangen und habe dabei fast immer mindestens eine 2 bekommen. Spickzettel habe ich nie benutzt. Ich hatte aber auch schwere Prüfungen die mir nicht lagen – auch welche die ich nicht sofort bestanden habe. Mein Diplom jedoch und die Prüfungen davor habe ich insgesamt mit “sehr gut” bestanden.


soweit habe ich die ganzen sachen immer befolgt, die du geschrieben hast. mit ausnahme der karteikarten – das waren bei mir spicker. ich schreibe mir eigentlich immer spicker und nehme sie in klausuren mit. benutzen tu ich sie nur in ca der hälfte aller fälle.
hast du eigentlich auf bachelor (und master) studiert? oder wie? und in berlin zahlt man keine studiengebühren, oder? weil in braunschweig schon, und deswegen ärgert es mich geradezu, meine eine klausur am freitag wegen krankheit nicht mitschreiben zu können…umso länger es dauert, desto mehr kostet einen das ganze und das ist blöd
@Sandra: Ich hatte auf Diplom studiert und ohne Studiengebühren. Allerdings gab es bei uns sehr hohe Semestergebühren – im Vergleich zu z.B. Magdeburg. Außerdem: Du bist ja auch gut soweit ich das aus Deinem Blog kenne.