Der Marathon: Lust und Leid
Wie ich ja bereits erwähnt habe, lese ich momentan ein sehr interessantes Buch. Das Buch ist von Gregory Berns; einem Professor für Psychiatrie und Verhaltensforschung. Der Titel ist: Satisfaction. Warum nur Neues uns glücklich macht.
In dem Buch werden verschiedene Themen behandelt, wie man durch Stimulation von Geist und Körper glücklicher werden kann. Da ich früher einmal Leistungssport betrieben habe, interessiert mich der Teil über Sport (körperlichem Stress) am meisten. Ich bin auch der Meinung, dass eine körperlicher Stress unter gewissen Umständen Lust bringen kann.
Ich möchte kurz einige Sätze aus dem Buch zitieren, da Sie mir besonders gut gefallen.
Es ist ein gutes Gefühl, kleine Mengen von Stress zu überwinden, und am besten fühlt es sich an, wenn es sich um körperlichen Stress handelt.
… weil Cortisol (Anm.: ein Hormon) vor allem in Belastungssituationen ausgeschüttet wird, führt der Weg zu echter Befriedigung über Mühen und Anstrengungen.
Und noch ein Zitat was mich geschockt hat:
Vermutlich schaffen es die meistens halbwegs geübten Menschen, einen Marathon zu überstehen, wenn sie die mentale Disziplin aufbringen, den Schmerz zu ertragen. Ein gesunder Körper hat genügend Energie für die 42,195 Kilometer des Marathonlaufs …
Zu diesem letzten Zitat möchte ich allerdings anfügen, dass niemand soetwas sagen sollte, der noch nie einen Marathon gelaufen ist. Die Schmerzen und die Disziplin die man aufbringen muss, sind unerträglich. Die Energie, die der Körper bei 4 bis 5 Stunden Dauerbelastung verliert, liegt (bei mir) bei 3.000 bis 4.000 Kalorien. Das ist der zweifache tägliche Energieumsatz eines Erwachsenen. Dazu kommen noch diverse körperliche Reize die wirklich Schmerzen verursachen; z.B. Krämpfe, Verspannungen etc.
Trotz der kleinen Kritik muss ich sagen, dass dieses Buch das beste ist, was ich seit langer Zeit gelesen habe. Vielen Dank nochmal an Petra.

