Höllenritt nach Ilmenau
Am Donnerstag war ich meine neue Arbeitsstätte in Ilmenau besuchen. Für alle, die es nicht mitbekommen hatten, es hatte am Mittwoch Abend in Berlin angefangen zu schneien. Da Ilmenau im Thüringer Wald liegt, hiess das nichts gutes.
Die Hinfahrt startete ich am Donnerstag um 5:30 Uhr. Die Straßenverhältnisse waren zwar nur suboptimal, aber trotzdem schaffte ich die 330 km in 3h. Ich war also um 8:30 Uhr in Ilmenau angekommen.
Dort durfte ich mir dann mein neues Büro anschauen und die neuen Kollegen auch begrüßen. Sehr nette Arbeitsumgebung. Während des Tages verschlechterte sich das Wetter mehr und mehr. Es fiel immer mehr Schnee – die Wand daraus wurde auch immer dichter.
Gegen 15:30 Uhr trat ich dann die Rückfahrt an. Sehr weit bin ich allerdings nicht gekommen. Bereits auf der ersten Autobahn nach nur 10km stand ich im Stau. Die Piste war spiegelglatt und draußen konnte man keine 50m mehr schauen. Nach 2 h war ich dann endlich am Hermsdorfer Kreuz und wollte auf die A9 Richtung Berlin. Allein dafür habe ich dann fast 1h gebraucht. Auf der A9 ging es dann ganz gut voran – allerdings nicht lange. Irgendwann stand ich dann irgendwo weit vor Halle wieder. Ringsum war alles einfach nur weiß. Selbst die Schilder waren nicht mehr zu erkennen. Ich wusste nicht wo ich war. Ich beschloss dann die Fahrt nach Berlin nicht zu beenden. Ich wollte einfach nur irgendwie nach Halle kommen und dort die A14 nach Magdeburg nehmen. Meine Eltern haben mich ja auch schon lange nicht mehr gesehen.
Gegen 19:30 Uhr war ich dann endlich auf der A14. Man muss erwähnen, dass die A14 nur 2-spurig ist. Die sch**** LKW-Fahrer mussten auch unbedingt Elefantenrennen veranstalten. Ich war dann zum Schluss so verzweifelt, weil ich endlich von dieser Autobahn runterwollte, dass ich alle auf der rechten Seite überholt habe. Ich konnte einfach nicht mehr. Rechts ging es auch wesentlich besser, da die linke Spur fast vollständig mit LKWs belegt war. Gegen 20:30 Uhr bin ich dann endlich vollkommen erschöpft in Magdeburg angekommen.
Kurz Abendbrot mit meinen Eltern, ein kleines Gespräch und ins Bett – das wars…

