Bewusste Passivität
In diesem kleinen Beitrag möchte ich kurz skizzieren was für mich bewusste Passivität ist und wieso ich diese nicht mag.
Für meine Begriffe ist bewusste Passivität eine Art “Nichtstun” die man bewusst wahrnimmt. Man ist in der Regel auch nicht in der Lage, an dieser Situation etwas wirklich zu ändern. Solchen Situationen sind z.B. das Anstehen in der Schlange im Supermarkt, im Stau stehen oder nicht einschlafen können.
Mein Tagesablauf teile ich persönlich in einen aktiven und passiven Teil ein. Nach dem Aufstehen beginnt für mich der aktive Teil des Tages – schlafen ist passiv. Das steht auch nicht im Widerspruch zum Thema “lange schlafen”, denn schlafen ist noch passiv. Sobald also meine Entscheidung zum Aufstehen getroffen wurde, beginnt der aktive Teil und das (aus meiner Sicht) ohne Kompromisse. Das erklärt auch, wieso ich es nach dem Aufstehen schaffe, innerhalb von 5min zu duschen und das Haus zu verlassen.
Störungen meiner Aktivität werden nur durch die Umwelt beeinflusst. Diese Störungen erzwingen eine Passivität, die mir natürlich im aktiven Teil des Tages bewusst ist. Manche mögen meinen es geht mir dann nicht schnell genug. Das resultiert daraus, dass ich aktiv sein möchte, aber darin gestört werde.
Heute beim Versuch eines Mittagsschlafes ist mir diese Thematik erst richtig bewusst geworden. Ich konnte einfach nicht schlafen, weil es gerade nicht in meinen Teil des Tages gepasst hat. Oft denke ich auf dem Weg zur Arbeit auch nach, dass man die 40 min, die man in der S-Bahn verbringt auch sinnvoller nutzen könnte. Ein Buch lesen ist dabei leider kein hilfreicher Prozess. Um mich weiterzubringen müsste ich eigentlich Fachbücher lesen, aber das ist in der S-Bahn durch die Umweltgeräusche etc. leider nicht möglich. Man kann sich einfach nicht wirklich konzentrieren. Das Lesen eines Romans hilft MIR zwar die Zeit zu überbrücken, bringt mich aber leider nicht in den “things to be done” weiter.
Eine Ausnahme bilden in diesem Zusammenhang Ruhepausen. Diese mach ich in der Regel aus einem Grund. Der Grund ist Erschöpfung oder Müdigkeit. Lange Mittagspausen z.B. sind zwar auch passiv, da aber aktiv gewollt zählen sie für mich zum aktiven Teil des Tages. Sie helfen einem sich abzulenken und die Gedanken zu ordnen.
Aus dieser häufigen bewussten Passivität ergibt sich für mich ein große Unzufriedenheit. Ich schaffe nicht meine Dinge voranzubringen – andere Dinge bleiben liegen usw…
Sicherlich habe auch ich Phasen, die von außen so wirken als würde ich nichts machen. Solche Phasen sind dann aber aktiv von mir gewollt und zählen somit trotz Passivität zu einer Aktivität – nämlich der gewollten Aktivität Nichtstun.
Wahrscheinlich würden mich viele als Workaholic oder Arbeitstier bezeichnen, aber ich bin halt so und ich hoffe, dass man mich hiermit nun etwas besser versteht. Ich glaube auch, dass es andere Leute *hint* gibt, die wie ich sind.


… da weiss selbst ich nichts dazu zu sagen.
Ich kann schon verstehen, was tobias damit meint; es ist halt nur nicht so leicht in Worte zu kleiden. Und erst recht nicht, es in ein paar Sätze für einen blog zu packen ohne, dass irgendwelche Missverständisse auftreten. Grundsätzlich könnte man auch sagen, daß man eben nicht immer kann, wie man gerade will.
ich denke das fast es ganz gut zusammen – aber wie gesagt – es ist halt einfach mehr
Ich habs schon verstanden, daran lags nicht. Ich finde nur, dass da Quatsch steht…
[...] Ich denke das mein Beitrag zum Thema bewusste Passivität einfach nicht wirklich verstanden wurde, deswegen möchte ich nochmal ganz kurz darauf eingehen. [...]